20 Pole für mehr Möglichkeiten – Kabelübergänge für moderne Türsysteme

Türsysteme werden zunehmend komplexer. Immer häufiger sind statt einem gleich mehrere elektrische Geräte in einem Türblatt verbaut. Dafür sind zwei oder mehr Kabelübergänge erforderlich. Das bedeutet mehr Montageaufwand, Platzprobleme aufgrund der Türbänder und Schwierigkeiten bei der Zulassung von Feuerschutztüren. Die ASSA ABLOY (Schweiz) AG hat mit den 20-poligen Kabelübergängen hierfür eine geschickte Lösung.

„Sind an einer Tür beispielsweise ein Motorschloss, eine Sensorleiste und eine biometrische Zutrittskontrolle verbaut, werden viele Pole benötigt. Mit den 20-poligen Kabelübergängen lösen wir nicht nur das Platzproblem, sondern auch die Schwierigkeiten bei der Zulassung von Feuerschutztüren. Sie vereinen alle Funktionen in einem einzigen Element. So bleibt die Stabilität der Tür erhalten und wird nicht durch mehrere Kabelübergänge geschwächt“, erklärt Matthias Walter, Produktmanager bei der ASSA ABLOY (Schweiz) AG. Ein Kabelbruch wird durch die bereits bewährte Technik mit Klemm-Steck-Anschluss und integriertem Flexkabel verhindert. Dass diese Methode auch hohen Belastungen standhält, hat ASSA ABLOY durch eine Million Lastzyklen im Dauertest bestätigt. Über zwei Jumper können die Pole 1 und 2 sowie 3 und 4 gebrückt werden, was zur Verdopplung des Querschnitts jener Pole führt. Dies vereinfacht die Weiterverdrahtung zu anderen Komponenten, da es nicht erforderlich ist, zwei Kabel unter eine Klemme zu stecken.

Kleinere Wanne für leichtere Montage

Die Kabelübergänge erleichtern den Einbau, da die Wanne jetzt auch in der kurzen Ausführung eine Breite von 24 mm hat. Viele Profilsysteme arbeiten mit einer 24 mm breiten Profilnut. Auch Schliessbleche und Schlossstulpen sind in diesem Mass üblich. Durch die neue Breite werden die Fräsarbeiten an der Tür verringert. Die Kabelübergänge werden mit beidseitiger Einbauwanne geliefert oder mit einseitiger Einbauwanne für Metall, Holz und Kunststoffprofile. Zum zeitsparenden Einbau in Holzprofile können zusätzlich Radius-Endstücke verwendet werden.

Von steckbaren Kabelübergängen profitieren alle

Der Türenhersteller kann dank der Kabelübergänge Zarge und Tür getrennt fertigen und liefern. Es ist möglich, die Funktion der elektrischen Komponenten an dieser Schnittstelle schon im Werk zu prüfen. Der Installateur auf der Baustelle ist in der Lage, Türflügel und Zarge getrennt einzubauen, ohne dass der Monteur elektrotechnische Kenntnisse besitzen muss. Die Klemm-Steckverbindung auf der Zargenseite kann zum direkten Anschluss an die Hausinstallation genutzt werden, ohne dass eine Verteilerdose zwischengesetzt werden muss. Bei Reparaturen trennt der Servicemitarbeiter den Türflügel einfach von der Zarge. Er benötigt dazu keine elektrotechnischen Kenntnisse. Er kann Fehler am Türsystem schnell beseitigen, wenn er einfach Wartungs- und Diagnosegeräte an die Schnittstelle zur Gebäudeinstallation anschliesst.