Was bedeutet Urbanisierung für ASSA ABLOY?

Bei ASSA ABLOY liegt der Fokus seit vielen Jahren auf dem Mega-Trend der Urbanisierung. Dieser Trend hat zahlreiche weitere Entwicklungen hervorgebracht. Die Zunahme von Mehrfamilienhäusern und Lieferdiensten sind nur zwei Beispiele. «Wir helfen den Menschen dabei, sich auf das zu konzentrieren, was ihnen wichtig ist, anstatt zuhause zu sitzen und auf eine Lieferung zu warten», so Björn Lidefelt.

Urbanisierung bedeutet, dass ein immer grösserer Anteil der Bevölkerung in Städten lebt. Es handelt sich dabei um ein globales Phänomen und einen von vier Mega-Trends, die ASSA ABLOY als richtungsweisend für die Zukunft des Unternehmens identifiziert hat.

ASSA ABLOY sieht eine seiner wichtigsten Aufgabe in der Förderung der Infrastruktur. Aus Sicht der Unternehmensgruppe kommt der Urbanisierung daher eine hohe Bedeutung zu, denn sie gibt den Bedarf einer funktionierenden Infrastruktur für eine wachsende Zahl an Menschen in urbanen Zentren vor. Der Group Business Development Director Björn Lidefelt erläutert jedoch, dass Urbanisierung sehr viel mehr beinhaltet als nur das Wachstum von Städten.

«Bei ASSA ABLOY sind wir davon überzeugt, dass in der westlichen Welt in etwa 10–15 Jahren jeder ein digitales Schloss an seiner Haustür haben wird.»

«Mit der Urbanisierung assoziieren wir im Allgemeinen den Zuzug von Menschen in Städte. Das ist soweit richtig. Er werden auch in Zukunft Menschen in Städte ziehen. Und damit wächst der Bedarf nach unseren Produkten. Menschen brauchen Wohnraum, Schulen und Krankenhäuser. Aber welche Konsequenzen entstehen hieraus? Wie verändert sich der Markt infolge der Urbanisierung? Wir richten unser Augenmerk nicht nur auf die Tatsache, dass die Städte wachsen. Es vollzieht sich ein stetiger Wandel als Folge davon, dass immer mehr Menschen auf engem Raum nebeneinander leben.»

Folgen der Urbanisierung

Die Urbanisierung zieht eine Reihe von Entwicklungen nach sich. Dies betrifft beispielsweise den Bedarf an Mehrfamilien-Wohnraum. Nichts Neues eigentlich, aber der Bedarf steigt überall, da eine effizientere Ausnutzung der verfügbaren Flächen in Städten dringend geboten ist.

«In Mehrfamilienhäusern gibt es neben privaten Bereichen wie der eigenen Wohnung auch gemeinsam genutzte Räume. Hierzu gehören u. a. die Eingangshalle, Waschküche und Räumlichkeiten mit Fitnessgeräten», erklärt Björn Lidefelt weiter. «Dazu kommt, dass Bewohner in das Gebäude ein- und ausziehen und Besuchern der Zugang zu bestimmten Bereichen ermöglicht werden muss, während er ihnen zu anderen Bereichen verwehrt werden soll.»

ASSA ABLOY versucht mit einer breit gefächerten Palette an sowohl physischen als auch digitalen Produkten diesen unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. In Schweden ist beispielsweise Aptus Teil der Unternehmensgruppe, die sich auf Schliesssysteme für Wohngebäude spezialisiert hat. In den USA dagegen steht für dieses Segment die neue Accentra-Plattform zur Verfügung, ein Cloud-basiertes Zugangskontrollsystem, das perfekt auf Mehrfamilienhäuser abgestimmt ist.

«Diese Lösungen sind nicht nur für Luxusappartments gedacht. Sie eignen sich auch hervorragend für Low-End-Mehrfamilienhäuser, in denen mit einer starken Mieterfluktuation zu rechnen ist», fügt Björn Lidefelt hinzu.


(Aptus ist ein führender Lieferant von Zugangskontrollsystemen, Buchungssystemen und Türsprechanlagen für Wohngebäude. Mit der App von Aptus können Mieter Räumlichkeiten buchen, nachsehen, wer die Türsprechanlage benutzt und kontrollieren, ob die Wohnungstür abgeschlossen ist, und zwar direkt im Smartphone.)

Bedeutung von Home Services

Mit Hauslieferdiensten stehen wir vor einer weiteren Entwicklung, die mit der Urbanisierung Hand in Hand geht und daraus resultiert, dass die Menschen immer weniger Zeit haben, während der Wohlstand wächst.

«Viel beschäftigte Menschen, die gut verdienen gehen dazu über, Dienstleistungen einzukaufen. Sie lassen sich gerne Lebensmittel nach Hause liefern oder beauftragen Reinigungsdienste», erklärt Björn Lidefelt. «Aber keiner will zuhause sitzen und darauf warten, Leute ins Haus zu lassen. Diese Dienstleister müssen das Gebäude sicher und problemlos betreten und verlassen können. Wir stehen vor einem Dilemma. Und der Schlüssel unterm Fussabstreifer ist auch keine Lösung.»

Von diesen Problemen sind nicht nur Hausbewohner betroffen, sondern auch kleinere Unternehmen, die nicht in ein hoch kompliziertes Zugangskontrollsystem investieren wollen und können. Björn Lidefelt ist davon überzeugt, dass sich sowohl Verbraucher als auch Unternehmen in der neuen urbanen Welt rasch heimisch fühlen und Technologien und eine bessere Infrastruktur nutzen werden, um sich den Alltag zu erleichtern.

Seiner Ansicht nach «erkennen Menschen sehr schnell, wie sie Schwachstellen beseitigen können». «Dazu gehört es, einem Dienstleister Zutritt zur Wohnung zu verschaffen, anstatt den ganzen Tag zu warten, um die Tür selber zu öffnen. Etwaige Bedenken werden durch die Vorteile wett gemacht.»

«Unser Geschäft besteht darin, anderen Geschäfte trotz verschlossener Türen zu ermöglichen»

Schlösser, die Dienstleistungen möglich machen

Dank einer neuen sicheren Methode, die gemeinsam von ASSA ABLOY und PostNord entwickelt wurde, können Pakete jetzt sicher hinter der Wohnungstür des Empfängers deponiert werden.

Bei ASSA ABLOY ist man davon überzeugt, dass in der westlichen Welt in etwa 10–15 Jahren jeder ein digitales Schloss an seiner Haustür haben wird. Das heisst, dass in diesem Zeitraum ein erheblicher Umsatz zu erwarten ist. Es heisst aber auch, neue wiederkehrende Einnahmemöglichkeiten zu erschliessen.

«Schliessanlagen ermöglichen Dienstleistungen», so Björn Lidefelt. «Unser Geschäft besteht darin, anderen Geschäfte trotz verschlossener Türen zu ermöglichen. Und diese Möglichkeiten stehen uns gleichzeitig überall auf der Welt offen – sowohl in reifen als auch aufstrebenden Märkten.»

ASSA ABLOY nimmt sich der vielfältigen Herausforderungen und Möglichkeiten an, die aus den verschiedenen, mit der Urbanisierung verbundenen Entwicklungen resultieren. Hierzu zählt die Produktentwicklung insbesondere im Bereich Smartlocks und IT-Infrastruktur (um die gewünschte Funktionsweise zu gewährleisten) sowie eine Weiterentwicklung der Vertriebstätigkeit, um die Geschäftstätigkeit auf ein erweitertes Dienstleistungsangebot und wiederkehrende Einnahmequellen auszurichten.

Aber Björn Lidefelt zufolge profitiert nicht nur ASSA ABLOY von der Urbanisierung und den unterschiedlichen damit verbundenen Entwicklungen.

«Mit unserer Geschäftstätigkeit in diesem Bereich treiben wir die Urbanisierung voran. Wir sorgen für mehr Effizienz und Sicherheit in Städten, was sich positiv auf die Lebensqualität ihrer Bewohner auswirkt. Wir helfen den Menschen dabei, sich auf das zu konzentrieren, was ihnen wichtig ist, anstatt zuhause zu sitzen und auf eine Lieferung zu warten», so Björn Lidefelt.

Von Danny Chapman