BIM – Herausforderung für die Sicherheits- und Türenbranche

Der Architekt Zeljko Savic, Gründer und Inhaber des Studio Savic in Emmenbrücke, setzt sich intensiv mit dem Thema BIM auseinander. Er unterstützt Planer, Bauherren und Unternehmen dabei, mit BIM neu zu denken und zu arbeiten.

Im März hielt Savic bei ASSA ABLOY ein Referat zum Thema „BIM in der Sicherheits- und Türenbranche” – denn auch wir möchten die Vorteile der digitalen Planung unseren Kunden zugänglich machen. Auszüge daraus haben wir hier zusammengefasst.

Was ist BIM?

Kurz gesagt ist BIM eine Planungsmethode. Die drei Buchstaben in BIM stehen für Building, Information und Modeling Konkret bedeutet das: BIM ist ein digitaler projektbegleitender Prozess auf Basis eines virtuellen 3D-Modells, der von der Planung über den gesamten Lebenszyklus eines Projekts reicht. Dabei werden in einem Gesamtmodell alle relevanten Projektinformationen gesammelt und ausgewertet. Das Ergebnis kann eine Datenbank sein, die stets aktuell ist und auf die alle Beteiligten Zugriff haben.

Was sind die Ziele und Mehrwerte von BIM?

Im Vordergrund der digitalen Planung mit BIM steht unter anderem die Erhöhung der Planungssicherheit, Terminsicherheit und Kostensicherheit für das gesamte Projekt. Doch mit BIM lassen sich auch viele weitere Ziele anpeilen, die möglichst vor Projektbeginn definiert sein. Dazu gehören zum Beispiel die Verbesserung der Kommunikation zwischen Projektbeteiligten, die Strukturierung der Zusammenarbeit, die Unterstützung der Qualitätssicherung oder eine verbesserte Transparenz des Prozesses.

Was bewirkt BIM im Prozess?

Im Prozess mit BIM verschiebt sich der überwiegende Anteil der Projektplanung deutlich nach vorn. Entscheide müssen oft früher gefällt werden. Im Idealfall ist die Ausstattung von Bauelementen wie Türen oder Fenster im 3D-Modell bis ins Detail festgelegt – inklusive Typ und Anzahl. Das bedeutet, dass Entscheidungen auch für Schliess- und Sicherheitstechnik viel früher im Prozess getroffen werden müssen. Erst so werden teure Nachplanungen und Änderungen vermieden.

Was bewirkt BIM bei den Beteiligten?

Durch die detailgenaue Planung in einem frühen Projektstadium steht auch die Tür- und Sicherheitsbranche vor neuen Aufgaben. Sie ist gefordert, strukturierte Daten für ihre Produkte zu liefern und ihre Arbeitsabläufe entsprechend zu strukturieren und zu digitalisieren.

Wer BIM umsetzen möchte, braucht drei Dinge:

1. Menschen, die sich motivieren lassen, sich informieren und weiterbilden

2. Technik – also Software, Hardware und Werkzeuge – die BIM bewältigen kann

3. Prozesse, die neu definiert, digitalisiert und automatisiert werden

Entscheidend ist die innere Einstellung: Wer sich auf etwas Neues einlassen kann, der Entwicklung positiv gegenübersteht und das Ziel hat, immer besser zu werden, kann der Herausforderung BIM gelassen entgegensehen.